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Totentanz des Monats

Oktober 2016:

Die Danse macabre im Couvent des Cordeliers von Fribourg


Der Totentanz im Kreuzgang des Franziskanerklosters von Freiburg im Üechtland entstand zwischen 1606 und 1608. Pierre Wuilleret malte damals einen rund 30 Meter langen Fries, von dem leider nur wenig übrig geblieben ist. Auftraggeber war der Ratsherr Hans von Lanthen-Heid. Sein Todesjahr und die Einträge im Rechnungsbüchlein des Konvents bestätigen die Datierung.

Was Fribourg 1927 bei der Freilegung mittelalterlicher Marienbilder verlor, bezeugen Aquarelle, welche die Mönche bis heute vor Ort aufbewahren. Ursprünglich waren 17 holbeinsche Szenen zu sehen, deren vierzeilige Verse im Laufe der Zeit niemand mehr lesen konnte. Während in fast allen Schweizer Totentänzen die Reihenfolge der Sterbenden vom Papst zum Ärmsten absteigt, ordnete Wuilleret geistliche und weltliche Todeskandidaten streng getrennt voneinander an. Abgesehen davon versetzte der Maler jeweils beide Eheleute durch Skelette in Furcht und Schrecken.

Im Freiburger Franziskanerkreuzgang kann man noch zwei Fragmente der Wandmalerei von Pierre Wuilleret sehen. Die obige Farbkopie von 1875 hängt im ersten Stockwerk des Restaurants "A l'Aigle noir" an der Rue des Alpes 10. Bildliche Wiedergaben des Totentanzes aus dem 17. Jahrhundert verwahrt das Kärntner Kloster St. Paul im Lavanttal. In Fribourg scheinen die Blätter immer noch unbekannt zu sein.




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