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Totentanz des Monats

Totentanz des Monats April 2014:

Barlachs "neuzeitlicher" Totentanz


Ernst Barlachs Lithographie Aus einem neuzeitlichen Totentanz erschien am 5. September 1916 in der Zeitschrift Der Bildermann, das heißt mitten im Ersten Weltkrieg. Der Künstler und sein Verleger Paul Cassirer waren begeistert. Beide hatten sich freiwillig zum Militärdienst gemeldet. Sie glaubten, nicht nur den Feind, sondern auch den Tod besiegen zu können. Aus diesem Grund liegt der Sensenmann zerschmettert am Boden mit seinem Stundenglas.

Der Hüne, der ihn mit einem großen Hammer erschlagen hat, erinnert an den germanischen Donnergott Thor. Daraus darf man folgern: Barlach stellt den "furor teutonicus" dar. Seine Figur verkörpert die deutsche Angriffslust, die es tatkräftig mit jedem Gegner aufnimmt. Bis 1933 sollte die Erfolgsgewissheit mehrheitsfähig werden, wie der Nationalsozialismus beweist.

Zum elften Heft der Zeitschrift Der Bildermann gehört die Musikbeilage Reiters Morgenlied mit dem Refrain Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod? Die Verse sind weniger optimistisch als das Bild, aber keineswegs pazifistisch. Wilhelm Hauff hatte den Text 1824 verfasst. Während des Ersten Weltkriegs wurde das Gedicht neu instrumentalisiert. Außerdem kam es als Propagandapostkarte in Umlauf.


Frühere Totentänze des Monats:

Letzte Aktualisierung: 02.03.2013

Anschrift

Europäische Totentanz-Vereinigung, Dr. Uli Wunderlich, Josephstr. 14, D-96052 Bamberg
Telefon +49 951 2972832, Fax +49 951 2972859, Mail: webmaster@totentanz-online.de