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Totentanz des Monats

Totentanz des Monats Juli 2013:

Der Wondreber Totentanz

Wondreb im Landkreis Tirschenreuth beherbergt den bekanntesten und zugleich wirkungsmächtigsten Totentanz der Oberpfalz.
Der Auftraggeber, das Entstehungsjahr und der Name des ausführenden Künstlers sind unbekannt. Aber die Darstellungen an der Holzdecke der Friedhofskapelle gehen eindeutig auf ältere Vorlagen zurück. 20 Szenen wiederholen Illustrationen aus dem erstmals 1710 in Würzburg gedruckten, in Bamberg zensierten und in Nürnberg verlegten Emblembuch "Besonders meublirt- und gezierte Todten-Capelle". Acht Felder stellen Schädel mit gekreuztem Gebein und Standesinsignien dar, wie sie seit dem Mittelalter in der makabren Kunst vorkommen.
Bedeutend ist das Oberpfälzer Ensemble, weil es einer weit verzweigten Familie angehört. Die Kupferstiche des Abraham a Sancta Clara zugeschriebenen Emblembuchs dokumentieren dem Vorwort zufolge Darstellungen in der Wiener Bruderschaftskapelle bei Sankt Augustin. Sie dienten darüber hinaus als Vorlagen in Malerei, Druckgraphik und Literatur von Österreich quer durch Süddeutschland bis an die französisch-schweizerische Grenze. 2011 wurde der Wondreber Totentanz renoviert.

Frühere Totentänze des Monats:

Letzte Aktualisierung: 02.03.2013

Anschrift

Europäische Totentanz-Vereinigung, Dr. Uli Wunderlich, Josephstr. 14, D-96052 Bamberg
Telefon +49 951 2972832, Fax +49 951 2972859, Mail: webmaster@totentanz-online.de