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Totentänze und andere makabere Zyklen

Herwig Zens:
Totentänze und andere makabere Zyklen

Der Wiener Akademieprofessor Herwig Zens ist einer der produktivsten Totentanz-Künstler unserer Zeit. Er schuf 1990 einen 40 Gemälde umfassenden, insgesamt 53 Meter langen Zyklus nach den mittelalterlichen Malereien auf der Friedhofsmauer des Basler Dominikanerklosters. 1992 reiste Zens nach Palermo, wo er die Mumien in der Kapuzinergruft zeichnete. Die ungewöhnlich gut konservierten Leichen regten ihn zu einer ganzen Reihe makaberer Werke an, zu Totenbrettern, Ölgemälden und Radierungen.
Im Oktober 1998 entstanden 20 Gemälde nach Jakob Hiebelers frühbarockem Totentanz in der Annakapelle in Füssen. Zur Uraufführung der gleichnamigen Komposition von Rainer Bischof im Rahmen der Bregenzer Festspiele 2000 legte der Künstler die Mappe "Füssener Totentanz" vor, die ein Faksimile der Partitur und vierzig überarbeitete Blätter als Farblithografien enthält.
Eines der jüngsten makaberen Kunstwerke von Herwig Zens ist der 55 Meter lange Fries in der Friedhofskapelle in Brunn am Gebirge, 15 Kilometer südlich von Wien. Der Gemäldezyklus setzt sich mit dem Sterben auseinander. Blau- und Brauntöne, die für Himmel und Erde und damit für Leben und Tod stehen, dominieren. Die helle Zone wird nach und nach immer mehr durch den dunklen Bereich verdrängt. Am schwärzesten Punkt jedoch bricht der Himmel wieder ein und führt zu einem strahlend hellen Blau. Die Figuren, die Zens ausgewählt hat, sind der gesamten Kulturgeschichte des Todes entlehnt: Charon als Fährmann ins Jenseits, der Todesengel als Verkünder des Endes, der Sensenmann und ein Violine spielendes Skelett, aus Gräbern steigende Verstorbene auf dem Weg zum Jüngsten Gericht. Hinzu kommen noch Alpha und Omega als Symbole für Anfang und Ende. An dieser Stelle beendet Zens seine Reihe nicht, sondern zeigt die Selbsterkenntnis des Menschen in Form eines in den Spiegel blickenden Kindes.

Biographie

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken

 

Basler Totentanz. Radierungen, 1988.

 

Mumie aus Palermo. Öl und Acryl, 1993.

Grazer Totentanz
 

Der kleine Grazer Totentanz. Öl und Acryl, 1994.

Totentanz-Möbel
 

Totentanz-Möbel. 1993.

 

Füssener Totentanz. Öl und Acryl, 1998.

Der Tod mit der Violine
 

Fries in der Friedhofskapelle in Brunn am Gebirge. Öl und Acryl, 1999/2000.

 
Neuer Lübecker Totentanz. Bilderfries nach dem zerstörten Gemälde von Bernd Notke. Öl und Acryl, 2003.

Letzte Aktualisierung: 07.09.2007

Anschrift

Europäische Totentanz-Vereinigung, Dr. Uli Wunderlich, Josephstr. 14, D-96052 Bamberg
Telefon +49 951 2972832, Fax +49 951 2972859, Mail: webmaster@totentanz-online.de