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Der Tod tanzt mit ...

Der Tod tanzt mit ...
Die Arbeiten von stoffo - Christoph Turecek

Piss Death

Sobald der Mensch anfängt zu leben, hat er schon den ersten Schritt getan, einen Tanz mit dem Tod zu wagen – früher oder später auf jeden Fall. Für den Künstler ist es naheliegend, sich mit dieser naturbedingt innigen Beziehung zu beschäftigen. Der Tod kommt, wie die traditionellen Totentänze eindrucksvoll zeigen, zu jedem (und ist damit einer der wenigen, die das Prinzip der "Gleichheit" wirklich 100% durchgezogen haben).

Meine biographischen Daten sind schnell abgehandelt: Ich wurde 1962 geboren und konnte mich aufgrund naturgegebener Komplexe sowie einer enormen Vielfalt an Interessen nicht dazu durchdringen, direkt eine künstlerische Ausbildung zu beginnen. Wie alles im Leben hatte das natürlich diverse Vor- aber auch Nachteile. Auf der positiven Seite sei erwähnt, dass ich mich ausgiebig mit den verschiedensten Themen und Wissensgebieten beschäftigen konnte. Negativ hingegen ist, dass ich dadurch meine kreativen Schaffensprozesse bisher nicht zu meiner Hauptbetätigung gemacht habe, was wiederum dazu führt, dass meine Arbeiten bisher weder ausgestellt noch publiziert wurden (aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben).

Kommen wir aber zurück zur Auseinandersetzung mit dem Tod. Dieses Thema scheint die Klammer zu sein, auf die sich mein gesamtes künstlerisches Schaffen bezieht. Der Tod ... und der Humor! Wenn die Trauer und die Angst, die der Tod mit sich bringt, auf der einen Seite der Waage stehen, so ist das Lachen und der Humor das Gegengewicht, um unser Leben in seiner Balance zu halten. Aufgrund dieser Tatsache umfasst mein Werk die Aufführung und Verfassung von kabarettistischen Programmen (derzeit geplant: Der Totentanz 2004), die Deklamation von Melodramen (z. B. Franz Liszts Lenore bei der 10. Jahrestagung der Europäischen Totentanz-Vereinigung) oder aber bildnerische Werke, die entweder direkt mit der Thematik Tod (Lenoren-Triptychon), Humor oder mit einer Mischung aus beiden zu tun haben (siehe Piss Death oder Death and Producer). Christoph Turecek beteiligte sich 2005 mit makabren Bildern an der Ausstellung in der Wiener Michaelergruft.

Abschliessend noch ein paar Kommentare zu den hier gezeigten Bildern:

Piss Death und Death and Producer habe ich schon erwähnt. Ersteres ist eine schnelle Federskizze, letzteres eine Studie mit Rötel und Graphitstift.

Lenoren-Triptychon – 3 Holzschnitte, die während der Erarbeitung des Lenoren-Melodrams entstanden sind.

Don Giovanni 2 – wie in Liszts Melodram benutzt auch hier der Tod eine "Verkleidung". Kommt er in Büchners Ballade als Lenores Geliebter, so erscheint er in der Oper und in dieser in Mischtechnik entstandenen Zeichnung dem Mozartschen Wüstling als Statue des von ihm ermordeten Komturs (aber das kennt man ja, und dass der Tod sehr kreativ ist, ist ebenfalls kein Geheimnis).

D531 – "Der Tod, das muss ein Wiener sein" .... Schubert war Wiener, ich bin auch Wiener – also die Konsequenz: Eine Federzeichnung zu Tod und das Mädchen.

Die Winterreise 89 – Wieder Schubert. Diesmal mit dem Zyklus "Winterreise". Eine meiner vielen Auseinandersetzungen mit diesem Werk: In diesem Fall eine Bleistiftzeichnung, basierend auf einer Interpretation, die den finalen Leiermann als Tod sieht.

Der Schnitter der Medusa – Tusche und Layoutmarker – Jeder kann sich hierzu seine eigenen Gedanken machen.

Totentanz 2000 – 4 Federzeichnungen aus meinem venezianischen Skizzenbuch: Der Tod holt ja wie bereits erwähnt alle. In diesem Zyklus wurden den traditionellen Figuren noch ein paar zeitgemäße hinzugefügt ... und es werden mir sicher noch weitere einfallen ...

Irak Totentanz – Diese Lithographie ist zu Beginn des 2.Golfkriegs entstanden, und obwohl der Krieg eigentlich vorbei ist, geht der Totentanz leider weiter.

Jedermann – Eine Lithographie zu Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes. Auch in diesem Stück spielt schließlich der Tod eine wichtige Rolle.

Die letzte Brautnacht, General Tod und Totentanz sind 3 Federzeichnungen, die im Laufe der Jahre aus irgendeinem äußeren Anlass ihre Papierwerdung provoziert haben.

Too close to go – Eine Federzeichnung, die das Gefühl einer ständigen Bedrohung verdeutlichen soll. Und wo es eine akute Bedrohung gibt, lugt auch immer der Tod ums Eck (Ich weiß allerdings bis heute nicht, was dieses lichtschwertartige Gebilde in der Hand der dunklen Gestalt bedeuten soll ... ich bin ja nur der Zeichner).

Wenn Sie mehr über meine Bilder wissen oder sich mit ihnen Ihr persönliches "Memento mori"-Plätzchen einrichten wollen oder einfach nur einen Kommentar dazu haben, wird es mich freuen, von Ihnen eine Nachricht zu bekommen.

Meine Adresse ist

Christoph Turecek
Auhofstraße 84/2/25
A-1130 Wien
Email: stoffo@gmx.at

Letzte Aktualisierung: 09.12.2006

Death and Producer
Lenoren-Triptychon
Don Giovanni 2
D531
Die Winterreise 89
Der Schnitter der Medusa
Totentanz 2000
Irak Totentanz
Jedermann
Die letzte Brautnacht, General Tod und Totentanz
Too close to go
Anschrift

Europäische Totentanz-Vereinigung, Dr. Uli Wunderlich, Josephstr. 14, D-96052 Bamberg
Telefon +49 951 2972832, Fax +49 951 2972859, Mail: webmaster@totentanz-online.de